Tamechol®

Mischung flüssiger Verdünnungen zum Einnehmen | 50 ml

Homöopathisches Arzneimittel bei chronischen Eiterungen der Haut

zu den Wirkstoffen

Anwendungsgebiet

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Chronische Eiterungen der Haut.

Produktinformation

Im Normalfall ist jede Eiterung ein Durchgangsstadium auf dem Weg zur Wiederherstellung der gesunden Gewebestruktur und -funktion. Allerdings kann die Unfähigkeit, das auslösende Agens zu beseitigen oder eine dauerhaft reduzierte Abwehrlage dazu führen, dass der Eiterprozess chronifiziert. Dann braucht es die Beseitiung der auslösenden Ursache. Diese kann vielfältiger Natur sein: Beispielsweise Schmutz oder Splitter in einer tiefen Hautwunde oder eine zu fettreiche und säurebildende Ernährung bei Akne vulgaris. Als zweites braucht es Heilmittel wie Tamechol®, die den Eiterungsprozess beschleunigen, zur Abheilung bringen, die ursprüngliche Struktur und Funktion des Gewebes wiederherstellen und die dazu nötigen Überwindungskräfte stärken.

Wirkstoffinformation

Acidum silicicum (Kieselsäure)

Eiterungen sind nach Boericke ein Leitsymptom von Silicea: „Es wirkt auf alle Fisteln. Bringt Abszesse zum Reifen, da es die Eiterung fördert.“. Das Leitbild der Kieselsäure ist die unvollständige Assimilation und mangelhafte Überwindungskraft. Sie resorbiert und aktiviert chronifizierte und eingekapselte Prozesse, fördert das Ausscheiden des Eiters und die Abstoßung von Fremdkörpern aus dem Gewebe. Silicea ist indiziert, wenn jede kleine Verletzung eitert oder Eiterungen nicht zum Abschluss kommen, weil sie ins Stocken geraten sind oder sich verselbständigt haben. Eiterungsbeschleunigung und Geweberegeneration sind die beiden großen Stärken dieses Mittels.

Myristica sebifera (Talgmuskatnuss)

Myristica sebifera (Talgmuskatnussbaum) hat sich bei allen Eiterprozessen bewährt, die rasch reifen sollen. Boericke nennt Myristica „ein Mittel von großer antiseptischer Kraft“. Traumatische Infektionen, phlegmonöse Entzündungen und Schmerzen im umliegenden Gewebe reagieren gut auf die Gabe dieses Mittels. Myristica beschleunigt jeden Eiterungsprozess und verkürzt seine Dauer.

Praxistipp

Zahlreiche Hauterkrankungen gehen mit einer Eiterbildung einher. Für ihre Behandlung ist Tamechol® das Mittel der Wahl. Sein arzneilich wirksamer Bestandteil Silicea bringt kleine und große Abszesse zum Reifen, resorbiert und aktiviert eingekapselte Entzündungen und unterstützt deren narbenlose Abheilung. Das ebenfalls enthaltene Mittel Myristica sebifera, auch als „homöopathisches Messer“ bekannt, wirkt antiseptisch, beschleunigt Eiterungsprozesse und erübrigt oftmals den chirurgischen Eingriff. Krankheitsbilder, bei denen man Tamechol® mit guten Erfolg einsetzen kann, sind daher Akne, Furunkel, Karbunkel, eitrige Parodontitis, Zahnfisteln, Nagelbettentzündung, vereiterte Gaumenmandeln, eitrige Mittelohrentzündung, Analfisteln, Gerstenkorn, eitrige Bindehautentzündung und das offene Bein. In diesen Fällen gibt man Tamechol innerlich sowie 1:10 mit Wasser verdünnt äußerlich als Umschlag oder zu Spülungen.

HP Margret Rupprecht

Medizinische Hinweise und Informationen

Darreichungsform

Mischung flüssiger Verdünnungen zum Einnehmen

Packungsgröße und Pharmazentralnummer

50 ml, PZN 05527338

Abgabestatus

Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

Zusammensetzung

10,0 g enthalten - Wirkstoffe
Acidum silicicum (Kieselsäure) Dil. D 85,0 g
Myristica sebifera (Talgmuskatnussbaum) Dil. D 35,0 g

Gegenanzeigen

Tamechol® ist bei Alkoholkranken nicht anzuwenden. Wegen des Alkoholgehaltes soll Tamechol® bei Leberkranken, Epileptikern und bei Personen mit organischen Erkrankungen des Gehirns nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Da keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen in der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen und aufgrund des Alkoholgehaltes sollte Tamechol® nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor. Es soll deshalb und wegen des Alkoholgehaltes bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

Enthält 52 Vol.-% Alkohol

Wechselwirkungen

Bisher sind keine Wechselwirkungen bekannt. Allgemeiner Hinweis: Die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Die Dosierung erfolgt individuell. Zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden. Bei chronischen Verlaufsformen nehmen Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren 1 – 3 x täglich 5 – 10 Tropfen.

Mit Flüssigkeit verdünnt (z.B. ein halbes Glas Wasser) am besten vor den Mahlzeiten.

Nebenwirkungen

Keine bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).