Steiroderm®

Mischung flüssiger Verdünnungen zum Einnehmen | 50 ml

Homöopathisches Arzneimittel bei Hauterkrankungen (Ekzeme)

zu den Wirkstoffen

Anwendungsgebiet

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Ekzeme.

Produktinformation

Ekzeme entwickeln sich häufig aufgrund einer erworbenen oder anlagebedingten individuellen Reagibilität und sind durch spezifische, z. B. allergene und unspezifische Reize auslösbar, z.B. durch Stress. Die genetisch bedingte Form, auch endogenes oder atopisches Ekzem genannt, beginnt oft schon im frühen Kleinkindalter. Ein akutes Ekzem, z.B. Urtikaria, entwickelt sich zunächst mit den Entzündungszeichen Rötung, Schwellung und Ödem. Nach der Phase der Bläschenbildung wird das Ekzem trocken. Es kommt zu Krustenbildung und Abschuppung. Nach dem Verständnis der Naturheilkunde sind Hautausschläge ein Versuch des Körpers, krankmachende Störungen aus seinem Inneren nach außen zu treiben. Deshalb sollte man Ekzeme nach Möglichkeit nicht unterdrücken, da man die Krankheit, dessen Ausdruck der Ausschlag ist, auf diese Weise wieder in den Körper zurücktreibt. Ekzemerkrankungen können sehr hartnäckig sein. Sie brauchen eine zweigleisige Therapie: Lokalbehandlungen zur Linderung des Juckreizes und zur Anregung der Hautregeneration sowie die Behandlung tiefer liegender Ursachen, z.B. Nahrungsmittelallergien, Arzneimittel- und Histaminunverträglichkeit oder chronischer Stress.

Wirkstoffinformation

Graphites (Reißblei)

Graphites ist in der Homöopathie ein bewährter Wirkstoff bei psorischer Konstitution und Insuffizienz des Lymphgewebes. Hautausschläge aller Art und Lymphdrüsenschwellungen reagieren gut auf dieses Mittel, vor allem langwierige trockene Ekzeme, rote Flecken, erysipelatöse Entzündungen, blasiges Erysipel, ferner Pickel- und Knötchenausschlag, Dekubitus, herabgesetzte Hautresistenz, Geschwüre und entzündete Narben. Das Hautjucken steht im Zentrum des Arzneimittelbildes. Es bessert sich durch Graphitesgabe erheblich – vermutlich ist dies auf eine Aktivierung des Lymphsystems zurückzuführen, das durch Graphites deutlich entlastet wird.

Petroleum rectificatum (Steinöl)

Steinöl ist eng mit Graphites verwandt und gehört zu Hahnemanns führenden Antipsorika für langdauernde und tiefsitzende Krankheiten. Bei Hauterkrankungen stehen Juckreiz und Brennen im Zentrum des Arzneimittelbildes. Die Ekzeme sind schmerzhaft empfindlich und gereizt, die Haut wird wund und zeigt eine ausgeprägte Neigung zum Dekubitus. Die brennenden Empfindungen sind sehr ausgeprägt. Petroleum ist ein erstrangiges Homöopathikum zur Therapie von Nesselausschlag und Pruritis.

Sulfur jodatum (Schwefeljodid)

Sulfur jodatum (Schwefeljodid) ist ein kräftiges Resorptionsmittel bei Lymphatismus und seinen allergischen Folgebeschwerden. Juckende und brennende Ekzeme reagieren fast immer gut auf Sulfurgabe. Es ist ein homöopathischer Klassiker bei hartnäckigen Hautleiden, z.B. Bartflechte, Gesichtsekzeme, Akne und Urtikaria an den Armen. Die zentrifugale Kraft des Sulfurs treibt Krankheitsprozesse nach außen und bringt sie über die Haut zum Abklingen. Die Jodkomponente in Sulfur jodatum wirkt stoffwechselaktivierend und anregend auf die Entgiftungsprozesse. Damit kommt es zu einer Entlastung von Lymphsystem und Immunsystem. Die Ekzembereitschaft geht deutlich zurück.

Praxistipp

Ekzeme, Rötungen und Juckreiz stehen im Zentrum des Hautmittels Steiroderm®. Zu seinen Indikationen zählen Neurodermitis, Psoriasis, Urtikaria, Lippenherpes und Gürtelrose. Wann immer sich Rötungen, Quaddeln oder Pusteln zeigen, diese Erscheinungen sofort oder zeitversetzt mit Juckreiz reagieren und in ein Trockenheitsstadium übergehen, hat es sich bewährt, Steiroderm® sowohl innerlich einzunehmen, gleichzeitig aber auch 1:10 mit Wasser verdünnt als Umschlag auf die erkrankten Hautpartien zu legen. Die arzneilichen Bestandteile Graphites und Petroleum wirken bei allen o.g. Krankheitsbildern juckreizlindernd und entzündungshemmend, reduzieren die Wundheit und beugen der typischen Dunkelfärbung der Haut bei Neurodermitis vor. Die Komponente Sulfur jodatum ist ein großes Resorptionsmittel von zentrifugaler Kraft. Sulfur aktiviert das Lymphsystem und wirkt darüber vorbeugend auf Rezidive.

Medizinische Hinweise und Informationen

Darreichungsform

Mischung flüssiger Verdünnungen zum Einnehmen

Packungsgröße und Pharmazentralnummer

50 ml, PZN 03495982

Abgabestatus

Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

Zusammensetzung

10,0 g enthalten - Wirkstoffe
Graphites (Reißblei) Dil. D 83,34 g
Petroleum rectificatum Dil. D 63,33 g
Sulfur jodatum (Schwefeljodid) Dil. D 63,33 g

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Alkoholkranken, in Schwangerschaft und Stillzeit, sowie bei Säuglingen und Kleinkindern. Steiroderm® soll bei Schilddrüsenerkrankungen und wegen des Alkoholgehaltes bei Lebererkrankungen nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren, auch wegen des Alkoholgehaltes, nicht angewendet werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

Enthält 52 Vol.-% Alkohol.

Wechselwirkungen

Keine bekannt. Allgemeiner Hinweis: Die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden. Die gleichzeitige Einnahme anderer Arzneimittel sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Die Dosierung erfolgt individuell. Zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden: Bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 12 x täglich, je 5-10 Tropfen, bei chronischen Verlaufsformen 1-3 x täglich je 5-10 Tropfen.

Mit Flüssigkeit verdünnt (z.B. ein halbes Glas Wasser) am besten vor den Mahlzeiten.

Nebenwirkungen

Keine bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).