Tornix®

Herz-Nerven-Kreislaufmittel

Darreichungsform:
Überzogene Tabletten zum Einnehmen

 Tornix - Herz-Nerven-Kreislaufmittel

Packungsgrößen und Pharmazentralnummern:
  20 überzogene Tabletten, PZN 3386827
  50 überzogene Tabletten, PZN 3386833
100 überzogene Tabletten, PZN 3902648

Abgabestatus:
Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken

 

 

 

 

 

 

 

 


Nervöse Herz- und Kreislaufbeschwerden mit den unterschiedlichsten Symptomen und Schweregraden gehören zu den am weitest verbreiteten Krankheitsbildern: vom gestressten Manager bis zur überlasteten Hausfrau, vom Studenten unter Examensstress bis zur älteren Dame, die ihr nervöses Herz auf natürliche Weise beruhigen will. In der Therapie von vegetativen Herzbeschwerden ist die Auswahl des richtigen Präparates nicht immer leicht. Denn die Wirkungsrichtungen der meisten Naturheilmittel zielt in der Regel entweder auf Herz und Gefäße oder auf das Nervensystem - sie besitzen ihren Schwerpunkt also nur in der einen oder anderen Richtung, statt den Gesamtkomplex im Augen zu behalten.

Bei Tornix von Steierl-Pharma ist dies jedoch anders. Seine vier arzneilich wirksamen Bestandteile zielen auf vier Anwendungsgebiete.

Die Stabilisierung von:

• Herzfunktion
• Kreislauffunktion
• Gefäßsystem
• Nervensystem

Möglich wird dies durch eine gezielte und einzigartige Wirkstoffkombination aus Weißdorn, Passionsblume, Baldrian und Rutin.

Weißdorn (Crataegus)

Der Weißdorn gehört zu den Arzneipflanzen, die eine Vielzahl milder, gut dokumentierter Einzelwirkungen aufweisen. Er zählt zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae / Unterfamilie: Maloideae). Die 1,5 bis 4 m hohen Sträucher oder kleinen Bäume kommen in den nördlichen, gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Nordamerikas vor. Verwendet werden Blätter und Blüten, die kurz vor dem Öffnen der Blütenstände Anfang bis Mitte Mai geerntet werden. Als Anwendungsgebiete sind entsprechend der Monographie nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens entsprechend den Stadien I-II nach NYHA, leichte Formen von Herzrhythmusstörungen und noch nicht digitalisbedürftiges Altersherz beschrieben. Weißdorn kann die Notwendigkeit einer Anwendung der nebenwirkungsreicheren Herzglykoside unter Umständen viele Jahre hinauszögern.

Im Gegensatz zu vielen anderen empfohlenen, herzwirksamen Heilpflanzen ist die Wirksamkeit des Weißdorns gesichert und unstrittig. Für Zubereitungen aus Weißdorn sind folgende erwünschte pharmakologische Wirkungen belegt:

• Steigerung der Schlagstärke des Herzens (positiv inotrop)
• Steigerung der Reizleitungsfähigkeit (positiv dromotrop)
• Heraufsetzung d. Reizschwelle (Minderung d. Erregbarkeit / negativ bathmotrop)

Die Durchblutung der Herzkranzgefäße und des Herzmuskels nimmt zu, der periphere Gefäßwiderstand wird gesenkt. Damit werden Kreislaufsituation und Blutdruck entscheidend verbessert. Vegetative Herzbeschwerden sowie die nachlassende Leistungskraft in Folge einer Herzinsuffizienz bilden sich durch Weißdorngabe spürbar zurück. Crataegus erhöht die Arbeitstoleranz und die Auswurfleistung des Herzens. Die Leistungsfähigkeit des Organs wird merklich gesteigert. Druck und Beklemmungsgefühle in der Herzgegend lassen nach.

Stadien der Herzinsuffizienz nach New York Heart Association (NYHA)

Stadium I: Herzerkrankungen ohne Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit.

Stadium II: Leichte Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit. Keine Beschwerden in Ruhe, jedoch verursacht normale körperliche Aktivität Müdigkeit, Palpitationen, Atemnot oder Angina pectoris.

Stadium III: Deutliche Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit; Wohlbefinden in Ruhe; leichte körperliche Arbeit bewirkt Müdigkeit, Palpitationen, Atemnot oder Angina pectoris.

Stadium IV: Beschwerden bei allen körperlichen Aktivitäten und in Ruhe, Bettlägrigkeit.

Baldrian (Valeriana officinalis)

Bereits in der griechischen und römischen Medizin war die Baldrianwurzel als Heilmittel bekannt, aber erst Mitte des 18. Jahrhunderts trat der Baldrian als Beruhigungsmittel in den Vordergrund. Heute haben sich Zubereitungen aus Baldrianwurzel (Wurzelstock, Wurzeln und Ausläufer) bei Unruhezuständen und nervös bedingten Einschlafstörungen bewährt: Valeriana officinalis zählt zu den bedeutendsten Beruhigungsmitteln in der Phytotherapie. Insbesondere als Tagessedativum ist der Baldrian besonders wertvoll. Denn er sediert, ohne müde zu machen, und erhält dadurch die volle Leistungsfähigkeit.

Von der ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) wurde Baldrian für die Anwendungsgebiete Nervosität, Rastlosigkeit, Erregbarkeit und Einschlafschwierigkeiten positiv bewertet.

Passionsblume (Passiflora incarnata)

In der Zeit von Juli bis September zeigt die Passionsblume ihre außergewöhnlichen Blüten, die der Pflanze ihren Namen gegeben haben: Ein strahlenförmiger Kranz aus Kronblättern, der an die Dornenkrone Christi erinnert sowie die Narben, die als Kreuz über der Blüte thronen. Ungeachtet ihrer Blütenpracht ist die Passionsblume ein ausdauernder, bis zu 10 m hoch werdender Kletterstrauch. Während die Drogen (= zur Arzneimittelherstellung verwendete Pflanzenteile) überwiegend aus den USA und Indien importiert werden, kommt sie in Europa als Gartenpflanze vor.

Verwendung findet das Passionsblumenkraut, die frischen oder getrockneten oberirdischen Teile der Passiflora incarnata L. Inhaltsstoffe sind Flavonoide, cyanogene Glykoside und Spuren von ätherischem Öl. Passionsblume und der daraus gewonnene Extrakt sind bewährte Sedativa (Beruhigungsmittel). Auch Unruhe und nervöse Beschwerden, z.B. im Magen-Darm-Bereich, werden wirksam gebessert. Ebenso wie der Weißdorn zeichnet sich auch die Passionsblume durch ihre hervorragende Verträglichkeit aus.

Rutin

Der Naturstoff Rutin ist ein Flavonolgykosid. Seinen Namen hat es von der Raute, Ruta graveolens, und ist in ihr auch enthalten. Rutin greift an den Gefäßwänden an und steigert die Kapillarresistenz - aus diesen Grund wurde Rutin früher oft auch als Antipermeabilitätsfaktor oder Vitamin P bezeichnet. Der Einsatz von Rutin hat sich in der Behandlung von Venenerkrankungen sowie zur Verbesserung der peripheren und zerebralen Durchblutung bewährt.

Anwendungsgebiete:

Traditionell angewendet zur Unterstützung der Herz-Kreislauf-Funktion bei nervlicher Belastung. Diese Angabe beruht ausschließlich auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung.

Zusammensetzung:

Eine überzogene Tablette enthält: Arzneilich wirksame Bestandteile nach Art und Menge:

Trockenextrakt aus Weißdornblättern mit Blüten (DEV 4-7 : 1)
Auszugsmittel: Methanol 70% (V/V)
40 mg
Trockenextrakt aus Passionblumenkraut (DEV 6,2-7,1 : 1)
Auszugsmittel: Ethanol 60% (m/m)
20 mg
Trockenextrakt aus Baldrianwurzel (DEV 6,0-7,4 : 1)
Auszugsmittel: Ethanol 70% (V/V)
22,75 mg
Rutosid 3H2O 25 mg

Sonstige Bestandteile: Calciumcarbonat E 170, gereinigtes Wasser, Glucosesirup (Trockensubstanz), Hochdisperses Siliciumdioxid, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke, Maltodextrin, Mikrokristaline Cellulose, Methacryläure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1), Montanglykolwachs, Polyvidon, Sucrose (Saccharose), Talkum, Titandioxid E 171, Triethylcitrat, Vorverkleisterte Maisstärke, Weißer Ton.

Gegenanzeigen:

Tornix® darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder der sonstigen Bestandteile.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:

Da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, soll Tornix® bei Schwangeren, während der Stillzeit und bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Die Dosierung erfolgt individuell. zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden: 1-3 überzogene Tabletten 3 x täglich. Unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1/2 Glas Wasser) nach den Mahlzeiten einnehmen. Die Dauer der Behandlung mit Tornix ist nicht beschränkt. Sie richtet sich nach Schwere, Art und Verlauf der Erkrankung.

Nebenwirkungen:

In seltenen Fällen können allergische Reaktionen auftreten. Aufgrund des Gehaltes an Rutosid sind in seltenen Fällen Unverträglichkeitsreaktionen (z.B. allergische Hautreaktionen, Magen-Darm-Störungen, Hautrötung mit Hitzegefühl, Kopfschmerzen) beobachtet worden, die nach Absetzen des Präparates rasch abklingen.

Hinweise und Anhaben zur Haltbarkeit:

Mindesthaltbarkeit 3 Jahre.

Steierl-Pharma GmbH - Mühlfelder Str. 48 - 82211 Herrsching

Telefon: 0 81 52 / 93 22 -0 Telefax: 0 81 52 / 93 22 -44