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Die Anfangsjahre
Nach dem 2.
Weltkrieg beginnt im Juli 1949 der Apotheker Hans Steierl sen. im
Münchner Stadteil Pasing un-
ter sehr bescheidenen Bedingungen mit der
Arzneimittelproduktion. Zunächst werden in Lohnarbeit Dragees
und Tabletten für andere Unternehmen sowie als "kurioses"
Zubrot Popcorn für amerikanische Soldaten herge-
stellt. Später kommen dann auch eigene
pharmazeutische Erzeugnisse hinzu. Von diesen Eigenentwicklun-
gen ist Steirocall® N das bekannteste
und auch heute noch bei vielen naturheilkundlichen
Therapeuten das
Standard-Komplexhomöopathicum bei Arthrosen aller
Gelenke, Bandscheibenbeschwerden und schlechter
Kallusbildung. Steirocall® N stammt
noch aus der Feder des Firmengründers, der
sich mit diesem Präparat
selbst Linderung für ein angeborenes Hüftleiden verschafft
hat. Nach seinem Tod im Jahr 1963 wird der Betrieb
von seiner Frau Franziska Steierl unter dem Namen "Apotheker
Hans Steierl Nachfolger" weitergeführt.
Die Weiterentwicklung
Im Jahr 1972
zieht das Unternehmen von Pasing nach Herrsching am Ammersee um.
Es folgen Jahre des ste-
ten Wachstums, da das Arzneimittelsortiment laufend erweitert
werden kann und sich die bestehenden Präpa-
rate wie Steirocall® einer rasch zunehmenden
Verordnung erfreuen. So ist bereits zu Beginn / Mitte der 1980er
Jahre das wenige Jahre zuvor neu errichtete
Gebäude in der Arzberger Straße zu klein und entspricht
auch
nicht mehr den schnell gestiegenen gesetzlichen Anforderungen. In
dieser Zeit übernimmt der Sohn,
Hans
Steierl, die Verantwortung für die Geschicke
des Unternehmens und kann 1989 den Neubau am heutigen Fir-
mensitz an der Mühlfelder Straße seiner Bestimmung
übergeben. Das Gebäude bietet Raum für Arzneimittel-
herstellung und -verpackung, Labor, Versand, Lager sowie Verwaltung
und entspricht dank einer laufenden Mo-
dernisierung auch heute noch den strengen arzneimittelrechtlichen
Regelungen.
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| Die
Neuzeit
Steierl-Pharma
produziert und vertreibt ein ausgewähltes
Sortiment überwiegend komplex-homöopathischer
Arzneimittel in Tropfenform, welches durch Ampullen zur Injektion,
Tabletten und Salben, auch auf phytothera-
peutischer Basis abgerundet wird. Die wichtigsten
Indikationsgebiete sind neben dem Bewegungsapparat
(Steirocall® N, Steirocall®
S, Arthriplex®, Steiroplex®,
Steiroplex® Injekt, Dilpulex®
und Rosapinol®) und dem
Hormonstoffwechsel (Phytocortal®N,
Phyto-C®, Phyto-L®
und Vegital® Hyper),
Erkältungskrankheiten (Oti-
med®, Pulmosan®,
Pulmosan® Infekt), das Herz-Kreislaufsystem
(Habstal-Cor N und Tornix®) sowie seit
dem
vergangenen Jahr der Urogenitalbereich mit Nephroplex®,
Ursinol®, Ursinol®
S und Herniol® Injekt.
Zur Fortbildung
von naturheilkundlichen Therapeuten werden seit etwa 10 Jahren
an verschiedenen Orten in
Deutschland gemeinsam mit erfahrenen Referenten
Kurse zu vielen praxisrelevanten Themen angeboten. Ein
wesentlicher Veranstaltungsort ist dabei das
nahe gelegene Benediktinerkloster Andechs, zu
dem Steierl-
Pharma einen besonderen Kontakt pflegt. In diesem Rahmen konnte
2004 als Gemeinschaftsprojekt mit dem
Kloster der Andechser Kräutergarten eingeweiht
werden. Dieser einmalige Heilpflanzengarten zu Füßen
des
Heiligen Berges dient als Lehr- und Schaugarten, steht
aber auch der Öffentlichkeit offen. Als Weiterentwick-
lung bisheriger Fachfortbildungen im Kloster Andechs und vor dem
Hintergrund der Tradition benediktinischer
Heilkunde wurden in diesem Jahr erstmals die Andechser
Naturheilkundetage veranstaltet. Unter dem Motto
"Der (Heilige) Berg ruft!" trafen sich 13
Referenten mit 300 Teilnehmern zu 34 Seminaren
und einem abend-
lichen Orgelkonzert. Die Naturheilkundetage, welche
aufgrund des großen Erfolges künftig voraussichtlich
alle
zwei Jahre stattfinden werden, waren für viele Teilnehmer ein
unvergessliches Erlebnis.
Aktuell beschäftigt
Steierl-Pharma 20 Mitarbeiter in den Bereichen
Arzneimittelherstellung und -konfektionie-
rung, Qualitätskontrolle (Labor), Versand und Verwaltung.
Für alle Mitarbeiter besteht ein Angebot zur betrieb-
lichen Altersvorsorge, was für Unternehmen in dieser Größe
nicht selbstverständlich ist. Ebenso nicht gewöhn-
lich ist auch die Tatsache, dass ein
Betrieb dieser Branche heute noch zu 100% im Familienbesitz ist,
mit
dem Vorteil einer persönlichen Verantwortung des
Unternehmers für seine Mitarbeiter und Produkte. So ist es
dem Unternehmen gelungen - nicht nur den eigenen Arzneimittelbestand
zu sichern - sondern zusätzlich jedes
Jahr mindestens zwei neue Präparate in Verkehr
zu bringen, was auch in den nächsten Jahren so fortgesetzt
werden soll.
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